Das Salzlager am Niederzissener Bauhof: eine unendliche Geschichte?

Im Jahre 2016 wurde der neue Bauhof der Ortsgemeinde Niederzissen fertiggestellt und den Gemeindebediensteten zur Inbetriebnahme übergeben. Nach jahrelanger Bauzeit und erheblich gestiegenen Baukosten des Bauhofs, sind derzeit das „Streusalzlager“ und der Umgang mit dem Winterdienst zu einer unendlichen Geschichte geworden.

Gemeinderatsmitglieder bei der BesichtigungImmer wieder war in den letzten Jahren das „Salzlager“ ein Tagesordnungspunkt von Bauausschuss- und Gemeinderatssitzungen. Verschiedene „Berater“ taten in den letzten Jahren ihre Meinung kund; vom Einzelhändler bis hin zu Privatpersonen. Fakt war und ist bis heute: ein Silo zur Einlagerung des Streusalzes wäre keine Alternative zur „Sackware“. Schließlich wurde die ursprüngliche Planung zur Errichtung eines „Silos zur Salzlagerung“ verworfen und über diverse alternative Möglichkeiten beraten.


Der SPD Niederzissen ging und geht es auch weiterhin um die beste Möglichkeit, den Gemeindearbeitern ein sicheres und körperlich weniger anstrengendes Arbeiten im Rahmen der gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen zu ermöglichen. Natürlich dürfen auch hierbei die kommunalen Finanzen nicht aus den Augen verloren gehen.


In der jüngsten Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahlen (Bericht folgt) unterbreitete die alte und neue Vorsitzende Ute Durwish der SPD Fraktion des Gemeinderates Niederzissen und den anwesenden Mitgliedern die Möglichkeit, eine Fachberatung mit Betriebsbesichtigung bei der Fima Hamann in Andernach-Miesenheim wahrzunehmen. Hamann Mercatus liefert Streusalz in allen Verpackungseinheiten, für alle Verkehrswege im gesamten Bundesgebiet, vom Flughafen Frankfurt über die Straßenmeistereien der Bundesautobahnen bis zur kleinsten Kommune.


 Radlader beim Verladen von Streusalz„Wir sind alle keine Fachleute und so schlage ich vor, dass wir uns externe Beratung zur Entscheidungsfindung hinzuziehen. Mir stellen sich weiterhin Fragen, wie zum Beispiel:
Woher kommt das Salz? Welche Qualitätsunterschiede gibt es und wofür werden, wenn es verschiedene Salzarten gibt, diese verwendet? Welche Salze werden für Silos verwendet? Härtet dieses Salz in Silos ein? Benötigt man zur Auflockerung in Silos Rührgeräte/Mixer? Welche Erfahrungen haben andere kommunale Bauhöfe hierzu gemacht? Welche Salze werden für die Außenlagerung benötigt oder gibt es überhaupt Unterschiede bei der Lagerung zu beachten, auch wenn diese in Big Bags bevorratet werden?“, so Ute Durwish mit ihren Fragen, die sich ebenso unbeantwortet auch den Fraktionsmitgliedern stellten.


So erfolgte am am 19. Januar 2018 die Betriebsbesichtigung bei Hamann Mercatus in Miesenheim. Eingeladen wurden von der SPD Niederzissen selbstverständlich auch Mitglieder der anderen Fraktionen des Gemeinderates. Sehr erfreut zeigten sich die SPDler, dass der erste Beigeordnete Ralf Doll sich der Einladung zur Besichtigung mit gleichzeitiger Beratung anschloss.

In der im Anschluss erfolgten Fraktionssitzung ist sich die Gemeinderatsfraktion der SPD nun sicher, eine absolut fundierte und korrekte Lösung für die Ortsgemeinde Niederzissen zu finden. „Wir wurden in allen Sach- und Kostenfragen umfassend aufgeklärt, sodass für uns feststeht, welche Lösung wir für die Zukunft in Niederzissen favorisieren. Wir werden in der Angelegenheit des Winterdienstes nun aktiv tätig werden und uns sachkundig einbringen können“, so der einheitliche Tenor der Fraktion. Die Fraktion hofft, dass das Thema der Streusalzlagerung nun endlich zum Abschluss gebracht wird.

Bild 1: Waldemar Bitter (Firma Hamann), Werner Wey (SPD), Andreas Schmitt (SPD), Ralf Doll (WG Doll), Heike Paul (SPD), Ute Durwish (SPD), Thomas Berzen (SPD), Winfried Schuld (SPD Ortsverein)

Bild 2: Radlader der Firma Hamann beim Verladen von Streusalz

Foto: ©Werner Wey
Text: ©Ute Durwish

Veröffentlicht: Sonntag, 21. Januar 2018 08:00
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